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Martin Breuer Malerei Zeichnung Cartoon

Blick auf alte Schiffe Schrott 6 (Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2016)

Die Schau vereint erstmals in dieser Konzentration Breuers malerisches, zeichnerisches und karikaturistisches Werk und eröffnet damit einen vielschichtigen Blick auf ein künstlerisches OEuvre, das sich zwischen angewandter Grafik und freier Kunst bewegt.
Martin Breuer (*1952, Berlin), ausgebildet in Visueller Kommunikation in Mainz (1973–1977), war über Jahrzehnte hinweg als Grafikdesigner tätig, seit 1988 selbstständig. Parallel dazu entwickelte er eine kontinuierliche künstlerische Praxis, die sich durch eine präzise, gegenständlich-realistische Bildsprache auszeichnet. Während seine Ölmalerei – die er seit 2009 intensiv verfolgt – häufig
Motive aus der unmittelbaren wie auch erweiterten Lebenswelt aufgreift, entstehen seine Zeichnungen oftmals aus spontanen Einfällen und imaginativen Impulsen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Breuers Arbeiten im Bereich der Karikatur und des Cartoons. Diese verbinden zeichnerische Virtuosität mit pointierter Beobachtungsgabe und reflektieren nicht selten gesellschaftliche und zeitgeschichtliche Entwicklungen. Veröffentlicht in Zeitungen, Zeitschriften und Schulbüchern, bilden sie einen wichtigen Bestandteil seines künstlerischen Schaffens und schlagen zugleich eine Brücke zwischen freier und angewandter Kunst.
Die Ausstellung im Eisenturm versammelt ausgewählte Arbeiten aus verschiedenen Werkphasen und verdeutlicht die thematische und mediale Bandbreite des Künstlers. In der Gegenüberstellung von Malerei, Zeichnung und Cartoon wird Breuers kontinuierliches Interesse an der präzisen Beobachtung ebenso sichtbar wie seine Fähigkeit zur pointierten Verdichtung.

Vernissage: 5. Juni 2026 um 19 Uhr 
Begrüßung: Petra Schippers, Vorsitzende KEM
Kuratorin: Sabine Steimer, stellv. Vorsitzende KEM
Laudatio: Angelika Wende

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 13 bis 17 Uhr

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