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Salzburg-Stipendium 1981-2003
Alljährlich vergibt die Stadt Mainz an Studierende der Johannes Gutenberg-Universität und der Fachhochschule Mainz ein Stipendium für sechs Wochen an der Salzburger Sommerakademie (einer Gründung von Oskar Kokoschka).
Hierzu findet jeweils ein Wettbewerb statt, der seit 1981 vom Kunstverein Eisenturm organisiert wird. 1992 wurde das Stipendium nicht vergeben.
Pressemitteilung: Salzburg-Stipendium
der Stadt Mainz 2003
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten um Veröffentlichung folgender Meldung:
Am Freitag, dem 17. Januar, fand im Kunstverein Eisenturm die Jury-Sitzung zum diesjährigen Salzburg-Stipendium statt, das im Rahmen der kulturellen Kontakte zwischen den Städten Salzburg und Mainz von der Stadt Mainz jährlich vergeben wird.
Siebzehn Kunststudierende hatten sich um den Salzburg-Aufenthalt zur Internationalen Sommerakademie beworben.
Mitglieder der Jury:
Monika Gerdes, Vorstand des BBK Mainz
Prof. Gerhard Meerwein, Kunstbeirat der Stadt Mainz
Bernd Herdam, Kulturdezernat der Stadt Mainz
Prof. Dr. Hans-Jürgen Imiela, Kunstverein Eisenturm
Dr. Otto Martin, Kunstverein Eisenturm
Die Jury hat das Stipendium einstimmig – bei einer Enthaltung – Nils Dräger zuerkannt.
Begründung der Jury:
Die Arbeit von Nils Dräger >Rasierklingen-Wand< - eine Installation-, ist vor Ort unter den besonderen Bedingungen der Turm-Architektur entstanden. Rasierklingen besetzen in freier Formation eine Seite des tiefen Fensterschachtes und strahlen aus auf die Innenseite des Raumes. Sie schneiden in wechselnder Anordnung in die oberste Wandschicht, formieren sich zu grafischen Strukturen und bilden je nach Lichteinfall zeichnerisch-dünne Lineaturen oder breitere Schattenbahnen. Es entsteht ein sensibles, poetisches Feld, schwebend, fast schwerelos; durch den sich verändernden Lichteinfall wird das gesamte Feld zusätzlich belebt. Dieses bildnerische Spiel steht in Spannung zur Gefährlichkeit des Einzel-Elementes – eben der Rasierklinge. Sie ist zwar ihrer alltäglichen Funktion entfremdet, behält aber ihre Schärfe/ihre Gefährlichkeit bei, ist Werkzeug und bildnerisches Material in einem – eine ungewöhnliche, phantasievolle Verwendung eines ganz und gar unspektakulären Gegenstandes.
Mit freundlichen Grüßen
Die Preisübergabe
Nils Dräger >Rasierklingen-Wand< -
Die PreisträgerInnen:
1981 Silvia Schreiber
1982 Ulrich Schreiber
1983 Ute Thiel
1984 Franziskus Wendels
1985 Annette Zobel
1986 Bettina Erzgräber
1987 Joachim Kreiensiek
1988 Oliver Schollenberger
1989 Anne Schreiner
1990 Susanne Wadle
1991 Burkhard Lang
1993 Christiane Löhr
1994 Daniela Dewes
1995 Eva Osberghaus
1996 Klaus Lomnitzer
1997 Katja Kaleja
1998 Jörg Oetken
1999 Ilka Meyer
2000 Martin Wille
2001 Susanne Britz
2002 Hans-Peter Stark
2003 Nils Dräger