Der Mainzer Kunstpreis
Eisenturm wurde von
1985 bis 1989 von der Sparkasse Mainz gesponsert.
Seit 1990 stiftet die Mainzer Volksbank die
Preise und stellt dem Kunstverein Eisenturm ihre
Ausstellungsräume kostenlos zur Verfügung - zunächst
im Haus Zum Stein und von 1997 - Anfang 2004 in
der MVB-Galerie, Kaiserstaße 58,
ab Juni 2004 in der Mainzer
Volksbank (MVB), Neubrunnenstraße 2
Alle zwei Jahre lobt der Kunstverein Eisenturm
zusammen mit der Mainzer Volksbank den
>Mainzer
Kunstpreis Eisenturm< - Hans-Jürgen Imiela-Gedächtnispreis
aus - nunmehr schon seit einem Vierteljahrhundert in
Kontinuität.
Auf >Inszenierte Fotografie< analog und digital
richtetsich in diesem Jahr der Fokus: Diese Kunst
reicht in einer kaum zu ermessenden Spannweite vom historischen
Erzählformat bis hin zum objet trouvé – dabei ist die Sparte der
Fotografie als Medium mit ungeahnten Möglichkeiten der
Verfremdung und Illusion zu entdecken. So können etwa Bildräume
konstruiert werden, in denen jedes Detail mit gleicher Schärfe
zu sehen ist, wodurch etwas Fremdartiges, Magisches die
Bildaussage dominiert. Inszenierungen laden zum Denken ein, sie
spielen mit der Tradition der Malerei, finden Sinn im Unsinn,
erschöpfen sich in Beiläufigkeit oder schockieren in ihrem
Anderssein. Montage, Manipulation und Irritation schöpfen eine
neue Realität im Unwirklichen, im Ausgedachten, im neu
Erfundenen.
Trotz der Bilderflut im Alltag – oder gerade
deswegen (?) – erzielt diese Gattung der Fotografie in der
Kunstszene eine immer höhere Aufmerksamkeit. Die
Bild-Arrangements, die Konstruiertheit der Bilder mit
irritierenden Kompositionen durchkreuzen die Gewohnheiten
fotografischer Repräsentation, sie changieren zwischen analogen
und digitalen Welten – und liefertensomit der Gründe viele, in der jüngsten
Kunstpreis-Ausschreibung der inszenierten Fotografie
nachzuspüren.
Mit mehr als dreihundert Bewerbungen aus allen
Teilen Deutschlands fand auch in diesem Jahr die
Kunstpreis-Ausschreibung so große Resonanz, dass eine Vor-Jury
eine Auswahl treffen musste. 41 Künstler/innen waren zur
End-Jury eingeladen. Die
Preisverleihung findet am
2.
Dezember 2010, ab 19 Uhr im
MVB-Forum
statt. Die Ausstellung der ausgewählten Werke ist bis zum
7. Januar 2011
verlängert bis
4. Februar 2011
zu sehen.
Inszenierte Fotografie parallel auch in den Turmräumen des
Kunstvereins:
Nach der Preisverleihung im MVB-Forum laden wir herzlich in den
Kunstverein Eisenturm ein. Es erwartet Sie dort eine
Kabinett-Ausstellung der vier Preisträger des Kunstpreises
Eisenturm (bis 9. Januar 2011).
[Kunstverein Eisenturm, Fritz-Arens-Platz 1]
Öffnungszeiten am 1. und 2. Weihnachtstag im
Eisenturm 11-17 Uhr
am 1. Januar 2011 geschlossen
verlängert bis
4. Februar 2011
Die Preisträger/innen
>Inszenierte
Fotografie<
1. Preis: Feldmann, Claus | Berlin
2. Preis: Roscheck, Ingrid | Köln
3. Preis: Heemann, Ulrich | Melle
3. Preis: Patino Mayer, Maria Carolina |
Berlin
---
Ausstellende Künstlerinnen und Künstler
Volha Antonava/München
Thomas Brenner/Kaiserslautern
Dirk Brömmel/Wiesbaden
Kathrin Delhougne/Bremen
Michael Disqué/Frankfurt
Boris Duhm/Berlin
Robert Dziendziol/Ürzig
Silvia Egger/Berlin
Jörg Engelhardt/Obertshausen
Claus Feldmann/Berlin
Gerhard Fuchs/Speyer
GP Linientreu/Berlin
Ulrich Heemann/Melle
Andreas Heller/Hochheim
Christine Henke/Bremen
Karin Hoerler/Wiesbaden
Piotr Iwicki/Freiburg
K.A. Janßen/Kempen
Karin Kieltsch/Karlsruhe
Marius Leneweit und Rocio Rodriguez/Berlin
Georg Lenz/Mainz
Sara F. Levin/Ludwigsburg
Künstlergruppe N-E-S-T:Natalie Volkmann,
Esther Riecke-Volkmann, Stephan Volkmann, Thomas
Volkmann/Werdohl
Maria Carolina Patino Mayer/Berlin
Janna Riabowa/Landau/Isar
Joachim Manuel Riederer & Alice
Dodos-Ungerer/Baltringen
Seit über 30
Jahren fördert der Kunstverein Eisenturm zeitgenössische und
historische Kunst. In Deutschland ist er der einzige auf
ehrenamtlicher Basis geführte Kunstverein, der einen bundesweit
ausgeschriebenen Kunstpreis ausrichtet. Und das mit Erfolg:
Bereits zum 23. Mal wurde der Mainzer Kunstpreis Eisenturm
verliehen. Allein in diesem Jahr gingen 779 Bewerbungen von
Künstlerinnen und Künstlern zu dem Thema „Fragment“ ein.
Als beste
Arbeit konnte der Bremer Matthias Haun aus Bremen mit
der digital bearbeiteten Fotografie „Terrassen“ die Jury
überzeugen. Zu sehen ist darauf eine mediterrane
Terrassenarchitektur bei Nacht, deren Konturen nur schattenhaft
wahrnehmbar sind. Drei Lichtinseln erhellen die Szenerie. Hinter
zweien lassen sich glaubwürdig künstliche Lichtquellen unter den
Dachaufbauten vermuten. Doch beim dritten Lichtfragment handelt
es sich um eine Manipulation: Die Licht-Zelle um das Urlaubspaar
speist ihre Kraft aus einer imaginären Quelle. Fragmentarisch
zeigt sich hier ein Refugium menschlicher Wärme inmitten eines
nur ausschnittweise sichtbaren Gebäudekomplexes.
Der erste Preis
ist mit 5.000 € dotiert/gestiftet von der Mainzer Volksbank.
Auch der
zweite Preis ging an ein digitales Kunstwerk. Dazu hat das
Berliner Künstler-Duo Springer Parker Videobilder von
einer Webcam in New York, die live ins Internet sendet, mit
einer selbst entwickelten Software abgefangen, um daraus eigene
Bilder zu gestalten. Herausgekommen ist die 12-teilige Reihe
„On Broadway“. Bei jedem einzelnen Bild überlappen sich
dabei verschiedene Zeitschichten, Hell und Dunkel existieren
nebeneinander und die Fußgänger huschen schemenhaft über den
Bordstein, so dass die Momentaufnahmen in einem nahezu zeitlosen
Zustand einfrieren.
Der zweite
Preis ist mit 3.000 € dotiert/gestiftet von der Mainzer
Volksbank.
Als regionaler
Künstler gewann Jürgen Daut aus Ingelheim den dritten
Preis. Hinter dem Titel „Gräber, Kreuzweg I, Gerät zum
Absägen von Stämmen unter Wasser, Lichtung“ verbirgt sich
eine fragmentarische Zusammensetzung von vier schmalen
Einzeltafeln, die in eine Holzkonstruktion, ähnlich einem
Wandelaltar, eingefasst sind. Fragmetarisch und verfremdet sind
darauf Landmaschinen und surreale Gerätschaften sowie der vom
Kreuz losgelöste Christus abgebildet. Das ebenfalls aus einer
14-teiligen Serie stammende Werk vereint etliche traditionelle
Techniken der Gestaltung, wie Druck, Zeichnung oder Collage –
dabei ist keins der angedeuteten Gebilde komplett.
Der dritte
Preis ist mit 2.000 € dotiert/gestiftet von der Mainzer
Volksbank.
Matthias Haun aus Bremen neben seinem preisgekrönten
Werk
(1.
Preis)
Dr.
Otto Martin, Vorsitzender des Kunstvereins,
Matthias Haun aus Bremen (1. Preis), Andreas Jungkern,
Mainzer Volksbank (von links)
Künstlerduo SPRINGERPARKER aus Berlin neben ihrem
preisgekrönten Werk
(2.
Preis)
Dr.
Otto Martin, Vorsitzender des Kunstvereins, Künstlerduo
SPRINGERPARKER aus Berlin
(2.
Preis), Andreas Jungkern, Mainzer Volksbank (von links)
Jürgen Daut aus Ingelheim neben seinem preisgekrönten
Werk
(3.
Preis)
Dr.
Otto Martin, Vorsitzender des Kunstvereins, Matthias
Haun aus Bremen (1. Preis), Jürgen Daut aus
Ingelheim (3.Preis), Künstlerduo SPRINGERPARKER aus
Berlin (2. Preis), Andreas Jungkern, Mainzer Volksbank
(von links)
1. Preis = 5.000 Euro
Matthias Haun, Bremen
2. Preis = 3.000 Euro
Künstlerduo SpringerParker, Berlin
3. Preis = 2.000 Euro Jürgen Daut, Ingelheim
Die Liste der 42 Künstler die zur Endjury eingeladen
wurden:
Andres,Jens, Mainz
Appel,Verena, München
Bergerin,Elke, Dieburg
Beyer,Urte, Markdorf
Bönnen,Ulla, Köln
Böttcher,Barbara, Hamburg
Chirea,Viorel, Aachen
Damp,Andrea, Berlin
Daut,Jürgen, Ingelheim
Dietrich,Teresa, Fulda
Dietz,Susanne, Mainz
Frohne,Nicole, Münster
Furmaniak,Hans-Jürgen, Hamburg
Galeckaité,Simona, Frankfurt
Geiselhart,CHC, Nehen/Tübingen
Glandorf,Stephanie, Marklohe
Ha,Jihoon, Münster
Habermehl,Ruth, Leipzig
Haun,Matthias,
Bremen
Jaensch,Nikola, Essenheim
Jautz,Mireille, Wiesbaden
Joachim,Chrisoph, Münster
Kayser,Sascha, Kiel
Klose,Franziska, Leipzig
König,Katrin, Eisenberg
Kraus,Det, Berlin
Krieg,Bettina, Berlin
Merkisch,Robin, Düsseldorf
Meyer,Petra, Würzburg
Negenborn,Heike, Windesheim
Pankrath,Jochen, Zirndorf
Rathlev,Monika, Neumünster
Reim,Regina, Speyer
Schmidhuber,Helga, Bad Schwalbach
Seemann,Sabine, Ottersberg
Söffker,Hans-Jürgen, Düsseldorf
SpringerParker, Berlin
Ueckert-Tröndle,Renate, Hamburg
Vree,Ekkehard, Viernheim
Wagner,Gabi, Saarbrücken
Wilhelm,Martin, Steinbach
Zahnhausen,Vera, Koblenz
23. Mainzer
Kunstpreis Eisenturm 2008
»
Gedächtnispreis Hans-Jürgen Imiela «
ausgerichtet
vom Kunstverein Eisenturm Mainz e.V.
gestiftet vonder Mainzer Volksbank eG
Thema: » F r a g m e n t «
Techniken:
Grafik, Malerei, Fotografie und Print-Medien Maximal-Format: 80
x 60 cm.
Die erste
Jurierung durch eine überregional besetzte Fachjury erfolgte am
Samstag, dem 9. August 2008.
Danach werden
die in die engere Wahl gezogenen Bewerber gebeten, ihre Werke
zur End-Jurierung einzureichen. Teilnahmeberechtigt sind
alle KünstlerInnen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben,
Mindestalter 18 Jahre.
Jeder
Teilnehmer wurde gebeten, zur Vorauswahl Abbildungen / Ausdrucke
im Format DIN A4 (210 x 297 mm) von maximal vier Werken
einzusenden.
Eröffnung und Preisverleihung: Donnerstag, 4. Dezember 2008
um
19 Uhr im MVB-Forum, Neubrunnenstraße 2, 55116 Mainz
Ausstellungsdauer: 5. Dezember 2008 – 7. Januar 2009
Achtung:
Unverkäufliche Werke können am Wettbewerb nicht teilnehmen.
Eine
Rücksendung der Abbildungen kann nur erfolgen, wenn ein
ausreichend frankierter Rückumschlag beiliegt!
Rechtsweg:
Für alle Entscheidungen aus Anlass der Vergabe des Mainzer
Kunstpreises Eisenturm 2008 und für die Entscheidung über die
Aufnahme der Werke in die Ausstellung ist der Rechtsweg
ausgeschlossen. Eventuelle Wettbewerbsordnungen der
Berufsverbände können nicht herangezogen werden.
Mit der
Einsendung der Abbildungen erkennt der Teilnehmer/ die
Teilnehmerin diese Wettbewerbsbedingungen an.
Erfüllungsort
und Gerichtsstand ist
Mainz.
Mainz, 2008
1. Preis > Sibylle Möndel, Kornwestheim
2. Preis > Anja Bohnhof, Dortmund
3. Preis > Prof. Dr. Hans-Dieter
Junker, Rodenbach
Wir gratulieren allen PreisträgerInnen recht
herzlich.
Die Endjury wählte folgende
TeilnehmerInnen des Wettbewerbs Vision
Europa aus:
Thema: » Vision Europa
«
Techniken: Grafik, Malerei,
Fotografie und Print-Medien Die Formate
sollten 80 x 60 cm nicht überschreiten.
Die erste Jurierung durch
eine überregional besetzte Fachjury
erfolgte am Samstag, dem 7. Oktober 2006.
Danach
wurden die in die
engere Wahl gezogenen Bewerber gebeten,
ihre Werke zur End-Jurierung
einzureichen. Teilnahmeberechtigt waren KünstlerInnen, die ihren Wohnsitz
in Deutschland haben, Mindestalter 18
Jahre.
Jeder Teilnehmer wurde
gebeten, zur Vorauswahl Abbildungen /
Ausdrucke im Format DIN A4 (210 x
297 mm)
von maximal vier
Werken einzusenden.
Eröffnung und
Preisverleihung: Donnerstag, 30. November
2006,
um 19 Uhr im MVB-Forum,
Neubrunnenstraße 2, 55116 Mainz
Ausstellungsdauer: 1.
Dezember 2006 bis Mitte Januar 2007
Achtung: Unverkäufliche
Werke konnten am Wettbewerb nicht
teilnehmen.
Rechtsweg: Für alle
Entscheidungen aus Anlass der Vergabe des
Mainzer Kunstpreises Eisenturm 2006 und für
die Entscheidung über die Aufnahme der
Werke in die Ausstellung ist der
Rechtsweg ausgeschlossen. Eventuelle
Wettbewerbsordnungen der Berufsverbände
können nicht herangezogen werden.
Mit der Einsendung der
Abbildungen erkennt der Teilnehmer/ die
Teilnehmerin diese Wettbewerbsbedingungen
an.
Erfüllungsort und
Gerichtsstand ist Mainz.
Mainz, im April 2006