Astrid Hörr-Mann

 

 

"Existenz – Totalität", 2016

Montage, 100 x 100 x 7 cm

 

 

 

Astrid Hörr-Mann

 

 

Auf den Zeichner-Beruf folgte eine Ausbildung zur Keramikerin: Scheibentöpferei sowie bildhauerische Arbeit. Parallel dazu Akt-und Portrait-Zeichnen. Weiterentwicklung in kunsttherapeutischenMethoden führte zur Ausbildung als Heilpraktikerin/Psychotherapie. Durchgehend Acrylmalerei. Ab 2008 zudem japanische Tuschemalerei Sumi-e und Hitsuzendo.In diesem Stil seither Illustrationen für unterschiedliche Publikationen. Ab 2014 ergänzend Metallarbeiten und Silberschmieden. Aktuell: Bild-Montagen.

Der Einfluss japanischer Tuschekunst ließ für mich das "Enso" in der Technik des "Hitsuzendo" zum zentralen Thema werden: Beim Hitsuzendo entstehen aus der Meditation heraus kraftvolle Tuschespuren in einem dynamischen Prozess synchron zur Ausatmung. Das Enso (jap.; dt.: Kreis) ist ein klassisches Zen-Symbol. Es ist Sinnbild für das Leben und das ständige Bemühen um unerreichbare Perfektion. Die Vollendung kann im Leben nur der Tod sein: alles Lebendige und alles vom Lebendigen ausgehende ist "nicht-perfekt"..

Die Beschäftigung mit diesem Thema treibt mich an zur Arbeit mit dem Enso: Es zeigt sich die Unmöglichkeit des Perfekten - jeder Versuch, den "vollendeten" Kreis zu schaffen, endet im Loslassen dieser Idee. Was entsteht, spiegelt, was möglich ist. In welcher Beziehung steht der Kreis zur Spirale? Das Spiel mit den Möglichkeiten beginnt….

Von der Tusche zum Stacheldraht:

Aus seinem ursprünglichen Kontext habe ich das Enso befreit und nutze es als Medium zur Interpretation existenzieller Themen. In Verbindung mit der "Unerreichbarkeit der Perfektion" leitet mich die Frage:

Wie erreichbar ist die Freiheit?

In meiner aktuellen Arbeit ist Metall ein wichtiger Werkstoff: Kupfer und Messing werden geschmiedet und auf Leinwand montiert.

            

   

  www.astrid-hoerr-mann.de

 

Mitgliedschaften:

Kunstverein Offenbach, Frankfurter Künstlerclub, Kunstverein Eisenturm Mainz

Aktuelle Ausstellungen:

18. Februar-31. März 2017: "Wie erreichbar ist die Freiheit?" Einzelausstellung im Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden

11. November-20. November 2016: "Ohne Limits", Gemeinschaftsausstellung im Frankfurter Künstlerclub

16. September-5. Oktober 2016: "Grundgesetz", Gruppenausstellung zu den Grundrechten im Kunstverein Offenbach